Ein Rundgang

Bei unseren Einsätzen durchlaufen die Patienten verschiedene Stationen. Wir möchten sie hier vorstellen.

 

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Triage

Die Mitarbeiter der Triage arbeiten in den Dörfern meist an einem Tisch im Freien, nur selten steht ihnen ein eigener Raum zur Verfügung. Sie befragen die Patienten zum ersten Mal, nehmen gesundheitliche Daten auf, schätzen die Patienten ausgehend von Beschwerdebildern und Leitsymptomen ein und weisen sie einer von drei Stufen der Dringlichkeit zu.

Um Behandlungsprioritäten festzulegen, kennzeichnen sie jeden Aufnahmebogen farblich: Grün bedeutet, dass der Patient länger als 15 Minuten warten kann, Gelb, dass er maximal 15 Minuten warten kann. Die Farbe Rot steht für einen Notfall – der Patient muss sofort behandelt werden. In diesem Fall kommen sofort zwei Ärzte, die per Walkie-Talkie verständigt werden. Auch wenn dies bei unseren Einsätzen selten vorkommt, müssen wir doch darauf vorbereitet sein.

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Behandlungsraum

Unsere Behandlungsräume richten wir an den Orten ein, die uns in den Dörfern angeboten werden: Klassenzimmer einer Schule, ein Zimmer in einem Verwaltungsgebäude oder auch in einer abgetrennten Ecke eines überdachten Baseballstadions. JederArzt hat eine Box mit den Materialien und Instrumenten, die er für seine Arbeit braucht. Bei Bedarf wird diese am Abend, nach dem Ende eines Einsatztages, wieder aufgefüllt. Da die Ärzte keine festen Räume haben, sind sie also immer mit ihrer Box unterwegs. Für die Zukunft planen wir, weitere mobile Einheiten mit eingerichteten Behandlungsräumen anzuschaffen – bisher besitzen wir eine für die Apotheke, eine für das Labor und eine für Ultraschalluntersuchungen.

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Labor

Unser Labor haben wir in einer unserer mobilen Einheiten eingerichtet. Wir besitzen verschiedene Diagnosegeräte, unter anderem ein Hämatologie-Analysesystem, ein Analysesystem zur Diagnose von Diabetes und ein Mikroskop.

 

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Apotheke

In einer weiteren mobilen Einheit haben wir unsere Apotheke eingerichtet. Die Medikamente finanzieren wir aus Spendenmitteln.

Die Ausgabe der Medikamente ist streng reguliert und wird genau dokumentiert. Sowohl unsere Bestände als auch jede einzelne Medikamentenausgabe melden wir an Cofepris (Comisión Federal para la Protección contra Riesgos Sanitarios), eine staatliche Institution des Gesundheitswesens. Die Medikamentenbestände verwalten mit einem Computerprogramm. Dieses ermöglicht es uns auch, Statistiken über den Medikamentenbedarf an jedem einzelnen Einsatzort zu erstellen. Mit einem weiteren Programm können wir die Behandlungskosten für jede Krankheit ermitteln.

 

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